Bei der 5. Ausgabe des „European Seminar on Precision Optics Manufacturing“ konnten am 10. und 11. April 2018 wieder Experten für optische Fertigungstechnik miteinander diskutieren. Das Seminar bot die Möglichkeit eines Wissensaustausches der zahlreichen, auch internationalen, Teilnehmer zu verschiedenen aktuellen Themen der Herstellung präzisionsoptischer Bauteile und Messverfahren. Bei der Veranstaltung im bayrischen Teisnach nahe Deggendorf stellten die Hochschulen TH Deggendorf, HS Aalen und EAH Jena mit der AG Bliedtner ihr gemeinsames Kooperationsprojekt OpTec4.0 vor. Das Projekt umfasst unter anderem die digitale Vernetzung der Hochschulstandorte Jena, Aalen und Deggendorf über angepasste Cloud-Lösungen, um die Verknüpfung optischer Technologien mit dem hochaktuellen Ansatz "Industrie 4.0" zu entwickeln und erproben.

Am 21. und 22. Februar 2018 fand die W3+ Fair in Wetzlar statt. Auch die AG Bliedtner präsentierte dort ihre Forschung in den W3FAIR LOGO CMYKBereichen Optiktechnologie, ultraschallunterstützes Schleifen und Materialbearbeitung mit dem Ultrakurzpulslaser. Insbesondere die Proben aus den Bereichen Laserstrahlpolieren, Ultra-Feinstschleifen und UKP-Strukturierung boten Grundlage für interessante Gespräche und zeigten die breite Aufstellung der Arbeitsgruppe im Bereich der optischen Technologien. Mit der TH Deggendorf wurde das Projekt OpTec4.0 vorgestellt, welches die Vernetzung von Hochschulen und Industrie in Fragestellungen der optischen Technologien und Industrie 4.0 zum Ziel hat. Neben diesen Forschungsthemen waren auch die Rekrutierung des wissenschaftlichen Nachwuchses für Unternehmen und das Studienangebot der EAH für studieninteressierte Schüler Schwerpunkte der Gespräche am Stand.

In „OpTec4.0“ forschen Hochschulen und Unternehmen zusammen 

Mit einem Kickoff-Treffen aller Beteiligten in der EAH Jena startete am 10. November das Verbundprojekt „OpTec4.0“ (Methodik und Plattform zur Auswahl und Kombination Optischer Technologien zur Fertigung hochgenauer Systeme unter den Gesichtspunkten von Industrie 4.0).

Das Programm im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ (Förderlinie „IngenieurNachwuchs – Kooperative Promotion“) ist ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Beteiligte Hochschulen sind die Hochschule Aalen, die Technische Hochschule Deggendorf sowie die Ernst-Abbe-Hochschule Jena und die Technische Universität Ilmenau als kooperierende Universität.

Das Vorhaben wird in enger Abstimmung mit industriellen Partnern, wie unter anderem der Carl Zeiss Jena GmbH, Günter Effgen GmbH, ifw optronics GmbH, SCHOTT Technical Glass Solutions GmbH und der Festo Didactic SE, durchgeführt.

Ziel des Verbundprojektes ist die forschungs- und praxisnahe Qualifizierung von Ingenieuren mit Partnern aus der Wirtschaft sowie der universitären Wissenschaft, mit dem Anspruch, neue und effizientere Formen der Nachwuchsförderung zu entwickeln. Eine essentielle technische Zielstellung ist die digitale Vernetzung der Hochschulstandorte Jena, Aalen und Deggendorf sowie die Einbindung der TU Ilmenau als kooperierende Universität. Das umfasst auch den Ausbau und die Stärkung gemeinsamer Forschungsgruppen.

Im Ergebnis soll die Weiterentwicklung des Forschungsprofils dazu führen, dass die Kooperationsfähigkeit der Hochschulen deutlich gestärkt, eine hohe Nachhaltigkeit der Forschungsergebnisse erreicht und ein schneller Praxistransfer der Forschungsergebnisse in die Unternehmen erzielt werden. Ebenso wichtig ist die Transformation der Forschungsergebnisse in die Ausbildung des Ingenieurnachwuchses. Die dafür zu entwickelnde „Plattform für Optische Technologien 4.0“ stellt die Vernetzungsbasis für die vorhandenen Ressourcen dar. Der Open Innovation-Ansatz ermöglicht eine „offene Plattform“, die im Projektverlauf weitere Ressourcen integrieren kann, z.B. durch die Aufnahme neuer Verbundpartner.

Zentrale Forschungsansätze sind die Umsetzung von optisch relevanten CPS-Systemen sowie die Virtualisierung von Prozessen und Technologien über die Plattform für Optische Technologien 4.0. Das Projektkonsortium hat sich zusammengefunden und die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit innerhalb der nächsten vier Jahre geschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilung auf idw-online: hier